Solar Panel

Perowskit-Silizium-Tandemtechnologie

Die Forschung an neuen Solarzellentechnologien macht einen weiteren wichtigen Schritt nach vorne: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat ein neues Labor eröffnet, um die Markteinführung von Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen deutlich zu beschleunigen. Ziel ist es, leistungsstärkere Solarzellen schneller in die industrielle Produktion zu bringen.

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Perowskit-Silizium-Tandemtechnologie

Im Mittelpunkt steht die sogenannte Perowskit-Silizium-Tandemtechnologie. Dabei wird eine extrem dünne Perowskit-Schicht auf klassische Silizium-Solarzellen aufgebracht. Dadurch könnte das theoretische Wirkungsgradlimit von heutigen Siliziumzellen von etwa 29 Prozent auf über 43 Prozent steigen. Das bedeutet langfristig mehr Stromertrag auf gleicher Fläche und effizientere Nutzung von Materialien.

Das neue Forschungszentrum mit dem Namen „Pero-Si-SCALE“ soll insbesondere Solarzellen- und Modulhersteller unterstützen. Dort können neue Zellkonzepte unter industrienahen Bedingungen getestet, analysiert und auf große Waferformate skaliert werden. Das Labor schließt damit die Lücke zwischen Forschung und industrieller Serienfertigung.

Hybridverfahren aus Vakuum- und nasschemischen Prozessen

Besonders interessant: Das Fraunhofer ISE setzt auf ein sogenanntes Hybridverfahren aus Vakuum- und nasschemischen Prozessen. Dadurch können bestehende industrielle Siliziumzellen weiter genutzt werden, was die spätere Integration in bestehende Produktionslinien erleichtert. Im Labormaßstab wurden bereits Wirkungsgrade von über 33 Prozent erreicht.

Die Technologie gilt als große Chance für die europäische Solarindustrie. Forschende sehen darin die Möglichkeit, die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Photovoltaikmarkt langfristig zu stärken und neue Produktionskapazitäten aufzubauen.

Auch in der Community sorgt die Entwicklung für Diskussionen. Viele sehen enormes Potenzial bei begrenzten Dachflächen oder Balkonkraftwerken. Gleichzeitig wird aber darauf hingewiesen, dass bis zur breiten Marktreife vermutlich noch einige Jahre vergehen werden.

Quelle: https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2026/fraunhofer-ise-eroeffnet-labor-zur-schnelleren-markteinfuehrung-von-perowskit-silizium-photovoltaik.html

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